Gemeinsame Vortragsreihe des Straßburger Münstervereins und der Liebfrauenstiftung (Fondation de l’Œuvre Notre-Dame)

Die Veranstaltung vom 21. März im Münsterhof bestand aus den Tätigkeitsberichten der drei Organismen, die das Straßburger Münster betreuen: die staatliche Denkmalpflege (DRAC), die zugleich den Besitzer des Münsters, den französischen Staat repräsentiert, vertreten durch den Denkmalpfleger Louis-Napoléon Panel, den für das Münster zuständigen Chefarchitekten der französischen Denkmalpflege Pierre-Yves Caillault, die Fabrique de la Cathédrale, als Repräsentantin des Nutzers der Kathedrale, der katholischen Kirche, die durch Marie-Pierre Siffert, der Beauftragten für kulturelle Angelegenheiten vertreten wurde sowie durch die  Liebfrauenstiftung, der unter der Obhut der Stadt stehenden Münsterbauhütte, welche durch Eric Salmon, ihren technischen Leiter repräsentiert wurde.

1280px-Strasbourg_cathédrale_Notre-Dame_travaux_sur_la_façade_nord_août_2013Was die zuletzt durchgeführten Arbeiten angeht, handelte es sich hauptsächlich um die Galerie Goetz aus dem 18. Jh., entlang der Nordseite des Langhauses, deren Arkaden im 19. Jh. mit neugotischem Maßwerk geschlossen wurden, sowie um die Restaurierung der Südfassade des südlichen Querhauses, dessen Ost- und Westfassaden demnächst in Angriff genommen werden. Die aus dem frühen 13. Jh. stammende Südfassade (mit Elementen aus späteren Jahrhunderten), wurde rundum restauriert bzw. instandgesetzt, d.h. der Giebel samt flankierender Türmchen, die Maßwerk-Balustraden und die Sonnenuhr.  Ergänzend wurden hier an allen Öffnungen von der Münsterbauhütte Gitternetze angebracht, um Verunreinigungen durch Tauben zu verhindern, und so nicht zuletzt den Arbeitsaufwand für den wöchentliche Bauunterhalt zu verringern. Continuer à lire … « Gemeinsame Vortragsreihe des Straßburger Münstervereins und der Liebfrauenstiftung (Fondation de l’Œuvre Notre-Dame) »

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David Wendland, Vom Entwurf zur Ausführung: die Neueinwölbung der Katharinenkapelle des Straßburger Münsters im 16. Jhdt.

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Am Mittwoch, 21. Februar, hat Dr.-Ing. David Wendland auf Einladung des Straßburger Münstervereins und der Frauenwerk-Stiftung einen Vortrag ganz besonderer Art gehalten.

Die Katharinenkapelle ist auch wegen ihres prachtvollen Gewölbes bekannt. Wie aber hat es der Werkmeister Bernhard Nonnenmacher zwischen 1542 und 46 geschaffen? Continuer à lire … « David Wendland, Vom Entwurf zur Ausführung: die Neueinwölbung der Katharinenkapelle des Straßburger Münsters im 16. Jhdt. »

Sabine Bengel, Die Stiftung des Werkes Unserer Lieben Frau zwischen 1880 und 1930 : Tradition und Innovation im Dienste der Erhaltung des Münsters

Im Münsterhof fand am 17. Januar der Vortrag von Sabine Bengel statt, promovierte Kunsthistorikerin der Fondation de l’Œuvre Notre-Dame, der sich mit den verschiedenen Aspekten der Arbeit des Liebfrauenwerks in der Zeit zwischen 1880 und 1930 beschäftigte und als Ergänzung zu den verschiedenen Ausstellungen mit dem gemeinsamen Titel Straßburg, Labor Europas angelegt war.

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Johann Knauth (mit dunkler Jacke) mit seine Frauenwerks-Mannschaft um 1905.

Gewürdigt und auch kritisch hinterfragt wurden die Initiativen und Arbeitsweisen der Münsterbaumeister, angefangen mit dem allgemein geschätzten Gustave Klotz, seit 1839 bis zu seinem Tod 1880 im Amt, der nach den Bombardierungen von 1870 am Münster zahlreiche Reparaturarbeiten durchführte, und dem der neoromanische Vierungsturm zu verdanken ist. Continuer à lire … « Sabine Bengel, Die Stiftung des Werkes Unserer Lieben Frau zwischen 1880 und 1930 : Tradition und Innovation im Dienste der Erhaltung des Münsters »

Beat Föllmi, Gesang und Liturgie im Straßburger Münster in protestantischer Zeit

4.13 Isny-Foellmi_gesangbuch_LXXII-Vom Himmel hoch(1)Beat Föllmi, Professor für Musikwissenschaft und Hymnologie der evangelischen theologischen Fakultät an der Straßburger Universität, sprach am Mittwoch, dem 22. November im Straßburger Münsterhof im Rahmen der gemeinsamen Vortragsreihe des Münstervereins und der Frauenhausstiftung vor einem zahlreichen Publikum zum Thema der Verbindung zwischen Gesang und Liturgie. Continuer à lire … « Beat Föllmi, Gesang und Liturgie im Straßburger Münster in protestantischer Zeit »

Jean-Paul Lingelser, Neue Erkenntnisse zur Frühzeit der Reformation im Strassburger Münster

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Portrait de Matthieu Zell, Th. de Bry, 1650

Die gemeinsame Vortragsreihe des Straßburger Münstervereins und der Frauenhausstiftung begann am Mittwoch dem 11. Oktober 2017 mit einem Beitrag von Jean-Paul Lingelser. Vor dem vollbesetzten Saal im Münsterhof (Rue des Juifs) ging es um neue Erkenntnisse zur Frühzeit der Reformation im Straßburger Münster, speziell die noch vorhandenen Spuren der ca. 150 Jahre währenden protestantischen Nutzung des Gotteshauses, und die daraus zu ziehenden Rückschlüsse betreffs der liturgischen Organisation in den 20er Jahren des 16. Jahrhunderts. Das Münster, der Stolz der Stadt, wurde vielfältig genutzt, auch als Ort kommunaler Selbstdarstellung (Ausstellung von in siegreichen Kriegszügen erworbenen Bannern). Gottesdienste fanden im für das Domkapitel reservierten Chorraum hinter dem noch vorhandenen Lettner, und an den sehr zahlreichen Altären in den Schiffen statt. Im Zuge der reformatorischen Bewegung wurden, durch den Magistrat der Stadt veranlasst, nach und nach bis 1530 Bildwerke jeder Art entfernt oder übermalt. Im Sinne der Reformation traten anstelle dieser figürlichen Darstellungen Bibeltexte in großen, also für die Gläubigen gut lesbaren, aber auch prachtvoll kalligraphierten Buchstaben. Continuer à lire … « Jean-Paul Lingelser, Neue Erkenntnisse zur Frühzeit der Reformation im Strassburger Münster »

Christian Kayser, Johannes Hultz und der Nordturm des Strassburger Münsters

Image1Im letzten Vortrag der Saison 2016-2017 des Straßburger Münstervereins sprach der Münchner Architekt und Bauforscher Christian Kayser am Mittwoch dem 15. März vor einem sehr zahlreichen Publikum über seine bauarchäologische Untersuchung des Nordturms des Straßburger Münsters und seine Neubewertung der Rolle des Architekten Johannes Hültz. Nach einer ausführlichen Bestandsaufnahme der Besonderheiten dieses in vielfacher Hinsicht außergewöhnlichen Bauteils, ging er in einem zweiten Teil auf z.T. noch offene Fragen zur Baugeschichte und zu den beteiligten Architekten ein.

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Peter Kurmann, Das Langhaus des Straßburger Münsters: Seine Architektur und seine Bildwerke – Versuch einer Synthese

Als 4. Gastredner der Vortragsreihe des Münstervereins (« Amis de la Cathédrale ») sprach diesen Mittwoch den 15. Februar Professor Peter Kurmann, aus Fribourg in der Schweiz, zum Thema der Stellung des Langschiffs des Straßburger Münsters. Der eminente Spezialist für gotische Architektur und Bildhauerei bot den Versuch einer Synthese der baulichen Eigenheiten und des bildlichen Schmucks, in Skulptur und Glasmalerei, auch in Hinblick auf Vorbilder und Konkurrenzbauten des 13. Jahrhunderts, hinsichtlich stilistischer, baugeschichtlicher sowie auch historischer Fragestellungen. Continuer à lire … « Peter Kurmann, Das Langhaus des Straßburger Münsters: Seine Architektur und seine Bildwerke – Versuch einer Synthese »